Montag, 20. April 2009

Demo gegen Neofaschismus in Braunau am Inn

Knapp 700 Demonstrantinnen und Demonstranten - und damit mehr als doppelt so viele als im Vorjahr - setzten am Samstag, dem 18. April in Braunau/Inn ein kräftiges Zeichen gegen Rassismus, Faschismus und Rechtsextremismus.

Bei strahlendem Sonnenschein zog der Demozug vom Bahnhof in die Innenstadt, wo vor dem Gedenkstein für die Opfer des Faschismus die Abschlusskundgebung stattfand.
Die Kundgebung stieß nicht nur auf großes Interesse sondern bei breiten Teilen der Braunauer Bevölkerung auch auf Zustimmung, was sich in Form aufmunternder Worte oder Applaus von Anwohnern ausdrückte.

Vollends gescheitert sind die Versuche von Neofaschisten die antifaschistische Bewegung zu spalten.

Die von der KJÖ Braunau organisierte Demonstration wurde von über 40 demokratischen Organisationen unterstützt; Braunauer Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Jugendliche, Sozialdemokraten, Kommunisten, bürgerliche Antifaschisten, Grüne und autonome Linke sammelten sich hinter dem Transparent „Keine Nazis in unsrer Stadt“. Ein klägliches Bild boten die wenigen anwesenden Neonazis, die sich in Seitengassen versteckten. Gar nichts zu sehen war von der NVP, die im Vorfeld der Demonstration große Sprüche klopfte. Ihre Sprachkenntnisse stellten die eifrigsten Verfechter des Deutschtums mittels nächtlich geklebter Zettel zur Schau, auf denen sie „Tot (sic!) dem Kommunismus“ forderten. Auf diesen Zetteln fand sich auch eine antisemitische Hetzzeichnung, die im Nazi-Faschismus Verwendung fand.

Auf der Auftaktkundgebung sprachen Vertreter der ATIGF (Föderation der Arbeiter und Jugendlichen aus der Türkei), der DIDF (Föderation demokratischer Arbeitervereine) und der SLP (Sozialistische Linkspartei), die in ihren Reden Rassismus und Nationalismus als Herrschaftsinstrumente des Kapitals verurteilten und darauf hinwiesen, dass gerade in Zeiten der Krise des kapitalistischen Systems ein gemeinsames Vorgehen aller Arbeiter und Jugendlichen nötig ist. In einem verlesenen Grußwort der steirischen KPÖ wurde die Bedeutung des Widerstandskampfes gegen den Faschismus hervorgehoben und darauf hingewiesen, dass wer aktiv für seine Interessen eintritt, nicht mehr anfällig für die Parolen der Rechten ist.
Bei der Abschlusskundgebung überbrachte der Landesvorsitzende des KZ-Verbandes Oberösterreich Grüße der Widerstandskämpfer Rudi Haunschmid und Max Petek. Nach der Ansprache eines Genossen der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), der auch Vertreter von DKP queer ist, in der er die Wichtigkeit eines gemeinsamen Vorgehens österreichischer und deutscher Antifaschisten betont hat, bekräftige ein Genosse der KJÖ Braunau in seiner Rede die Forderung nach einem Verbot der rechtsextremen NVP, in deren Parteiprogramm sich Passagen aus einem SS-Schulungstext finden.

Auf der anschließenden Diskussionsveranstaltung im Lokal „Club2“ beleuchteten Robert Andreasch (a.i.d.a.-Archiv München) und Wolfgang Purtscheller (Journalist und Buchautor) die extreme Rechte in Österreich und Süddeutschland.

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