Aktuelles

»Wir demonstrieren in feinem Zwirn für Krieg und Rüstung«

Vor der Münchner »Sicherheitskonferenz«: Satirische Demo für Bildung und Perspektiven statt für Kriegseinsätze geplant. Gespräch mit Kerem Schamberger
Interview: Claudia Wangerin

Kerem Schamberger ist Sprecher der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) in München und Mitorganisator des Jugendblocks
Die SDAJ mobilisiert für einen Jugendblock bei der Demonstration gegen die »Münchner Sicherheitskonferenz« am Samstag. Eine der Hauptforderungen ist der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Krieg und Frieden sind eigentlich ein Thema für alle Generationen– welche Besonderheiten thematisiert der Jugendblock?


Die Interessen der Jugend sind unvereinbar mit den Interessen, die am kommenden Wochenende von Politikern, Militärs und Konzernmanagern im Luxushotel Bayerischer Hof vertreten werden. In unserem Aufruf haben wir den Zusammenhang zwischen der Militarisierung der Gesellschaft, den Rüstungsausgaben und der Bildungspolitik aufgezeigt. Milliarden werden für Krieg und Rüstung ausgegeben, während an der sogenannten »Bildungsmisere« niemand schuld sein will. Wir fordern unter anderem, daß mehr Geld in den Aufbau eines fairen Schulsystems gesteckt wird. Das betrifft nicht nur deutsche Jugendliche, sondern Jugendliche aus allen Ländern, aus denen Vertreter zu der »Sicherheitskonferenz« anreisen. Deshalb haben wir den Aufruf internationalisiert.

Aus welchen Ländern erwarten Sie Teilnehmerinnen und Teilnehmer – und welche Organisationen unterstützen den Aufruf?

Insgesamt elf Jugendorganisationen haben den Aufruf unterschrieben – darunter die ver.di-Jugend München und die Schülerinitiative München, aber auch türkische und kurdische Jugendgruppen. Neben einigen Mitgliedern der Kommunistischen Jugend Österreichs, die zur Demonstration anreisen, sind aus Deutschland viele Jugendliche mit Migrationshintergrund dabei.

Die kommunistische Jugend Israels, die unseren Aufruf unterstützt, wird aber vermutlich nur eine Vertreterin schicken. Wahrscheinlich gibt es von ihr ein Grußwort. Wir gehen aber davon aus, daß auch viele junge Leute kommen, die keiner Organisation angehören – wie schon im letzten Jahr.

Am Mittwoch gibt es bereits in satirischer Vorfreude auf die Sicherheitskonferenz eine »Jubeldemo«, die in München mittlerweile Tradition hat. Was ist das diesjährige Motto?

Das Motto heißt »Feed the Rich«. Wir demonstrieren dieses Jahr in feinem Zwirn für Krieg, Aufrüstung und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die Demonstrationsroute führt durch Münchens feinste Einkaufsgegend. Wir sind schon gespannt, ob sich jemand spontan anschließt. Allerdings haben wir Flugblätter dabei, um den Passanten die Hintergründe zu erläutern.

Nach der Sicherheitskonferenz wird Ihre Kampagne »Bundeswehrfreie Zone« fortgesetzt, die sich gegen die Nachwuchswerbung der Bundeswehr an Schulen und auf Jobmessen richtet. Welche Reaktionen gibt es bisher?

Bei den beiden Aktionen, die wir bisher in München und Umgebung durchgeführt haben, war die Resonanz gut. Auf einer Messe für Abiturienten in Poing bei München haben wir versucht, den Stand der Bundeswehr zu blockieren – es war der größte Stand auf dieser Messe. Wir wurden zwar sehr schnell rausgeworfen, aber unser Infomaterial wurde mit großem Interesse gelesen, und die Reaktionen der Jugendlichen auf unsere Argumente waren erstaunlich positiv. Viele sind der Meinung, daß es eine Unverschämtheit ist, wenn sich die Bundeswehr als normaler Arbeitgeber präsentiert, obwohl es um enorme Risiken und ums Töten geht. Diese Stimmungslage wollen wir aufgreifen und zu einer grundsätzlichen Positionierung gegen den imperialistischen Krieg weiterentwickeln. Es gibt laut Umfragen bereits überwältigende Mehrheiten gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr.

* Zentrale Großdemonstration gegen die Münchner »Sicherheitskonferenz«, Samstag, 6. Februar, 13 Uhr, Marienplatz


Tageszeitung jungeWelt vom 01.02.10

KSM siegt vor Gericht - Verbot des Kommunistischen Jugendverbandes aufgehoben!

November 2006: Protest gegen KSM-Verbot in Berlin

In Prag hat heute ein Bezirksgericht das seit 2007 bestehende Verbot des tschechischen Kommunistischen Jugendverbandes (KSM) aufgehoben. Bei einer Berufungsverhandlung hoben die Richter ein Urteil von 2008 auf, dass den Einspruch der KSM gegen das Verbot durch das tschechische Innenministerium abgelehnt hatte. »Das ist für die KSM eine sehr wichtige Entscheidung, denn sie legalisiert die KSM wieder. Die KSM kann wieder offen als legale Organisation arbeiten«, freut sich der KSM-Vorsitzende Milan Krajca in einer Erklärung.

Das Verbot des Kommunistischen Jugendverbandes war von der
tschechischen Regierung mit dem programmatischen Ziel begründet worden, das Privateigentum an den Produktionsmitteln durch Gemeineigentum überwinden zu wollen. Ein weiterer Grund war das Ziel der KSM, die Jugend Tschechiens von der Notwendigkeit des Kampfes um eine andere Gesellschaft zu überzeugen, die sich nicht auf die Prinzipien des Kapitalismus gründet.

Tausende von Menschen hatten in Petitionen gegen das Verbot der KSM protestiert. Auch Organisationen der früheren antifaschistischen Widerstandskämpfer, Menschenrechtsvereinigungen und Studentenorganisationen wandten sich gegen die Kriminalisierung der Jungkommunisten. International kam es zu Kundgebungen und Demonstrationen vor tschechischen Botschaften und Konsulaten. Auf Initiative kommunistischer Abgeordneter musste auch das tschechische
Parlament über das Verbot diskutieren.

»Das Urteil des Prager Bezirksgerichts bedeutet die Legalisierung der KSM. Das ist ein sehr wichtiger Sieg im Kampf gegen Antikommunismus und die antidemokratische Entwicklung in der Tschechischen Republik«, unterstreicht die Erklärung des Jugendverbandes.

quelle: redglobe.de

»Der Bundeswehr die Werbetour vermiesen«

Nachwuchswerbung der Truppe in Schulen und Arbeitsagenturen wird immer aufdringlicher. Jugendverband startet Gegenkampagne. Ein Gespräch mit Björn Schmidt
Interview: Claudia Wangerin
Björn Schmidt ist Bundesvorsitzender der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend

Die SDAJ hat am Wo­chenende eine Kam­pagne unter dem Mot­to »Bundeswehrfreie Zone« gestartet. Was verstehen Sie darunter?
Unsere Kampagne richtet sich gegen die aufdringliche Nachwuchswerbung der Bundeswehr. Mit Slogans wie »Karriere mit Zukunft« versucht sie verstärkt, Jugendliche anzusprechen, die sich beruflich orientieren wollen. Die Militärs postieren sich gezielt an Orten, wo diese Jugendlichen anzutreffen sind. In Zeiten ausgeweiteter Kriegseinsätze gibt es aus ihrer Sicht viel zu wenig qualifizierte Bewerber. Diesen Mangel versuchen sie, mit einer aufwendigen Rekrutierungsarbeit vor allem unter Schülern zu beheben.

Statt »Zukunft« erwartet die zukünftigen Soldaten aber der Kriegs­einsatz mit allen denkbaren Folgen: Schießbefehl, Verwundung, und immer häufiger sogar der Tod. Mit unserer Kampagne wollen wir verhindern, daß diese Rekrutierungsarbeit Erfolg hat. Wir fordern nicht nur den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan, sondern auch ihren Abzug aus Schulen, Arbeitsagenturen und Jugendmessen.

Mit welchen Methoden versucht die Bundeswehr Ihrer Erfahrung nach, junge Menschen als Nachwuchssoldaten zu gewinnen?
Die Werbestrategie der Militärs umfaßt Freizeitaktivitäten aller Art. Das geht von den sogenannten Karriere-Trucks, die auf öffentlichen Plätzen und Jobmessen haltmachen, über Sportveranstaltungen und Konzerte bis hin zu Unterrichtsstunden in Schulen und Vorträgen in Arbeitsagenturen. Das wichtigste Argument der Jugendoffiziere ist immer: Bei der Bundeswehr hast du eine gute Ausbildung und einen sicheren Arbeitsplatz. Damit nutzt sie die hoffnungslose Lage vieler Jugendlicher auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz aus. Ein durchaus erwünschter Nebeneffekt ist, daß sie in den Schulen mit der Werbung für den Job an der Waffe gleichzeitig Propaganda für den Krieg machen können.

Wie reagieren Ihre Altersgenonssen in Schulen, Unis und Betrieben darauf?
Die meisten der umworbenen Jugendlichen reagieren mit Skepsis auf den »Beruf Soldat«, was von der Bundeswehr genau analysiert wird. Vor allem die Entbehrungen der Kasernierung und der Auslandseinsätze, aber auch das Prinzip »Befehl und Gehorsam« an sich sind für viele abschreckend.

Dennoch bleibt immer mehr Jugendlichen nichts anderes übrig, wenn sie nach der Schule nicht direkt in Hartz IV landen wollen. Mit der Kampagne »Bundeswehrfreie Zone« wollen wir dazu beitragen, die Skepsis gegenüber der Bundeswehr hin zu entschiedener Ablehnung und Widerstand weiter zu entwickeln. Kurz: Wir wollen ein antimilitaristisches Bewußtsein unter Jugendlichen schaffen.

Sind es Ihrer Meinung nach eher unpolitische Jugendliche, die über eine Laufbahn bei der Bundeswehr nachdenken, weil sie sonst wenig berufliche Perspektiven haben?
Zweifellos treibt die Arbeitslosigkeit immer mehr junge Leute in die Bundeswehr und damit in den Kriegseinsatz. Das spiegelt sich in der Herkunft der Soldaten wieder: 62,4 Prozent der niedrigen Mannschaftsdienstgrade kommen aus Ostdeutschland, wo der Arbeits- und Ausbildungsplatzmangel am größten ist.

Längst nicht alle sind fanatische Anhänger der Auslandseinsätze oder ziehen zum Vergnügen in den Krieg, das ist uns bewußt. Wir verknüpfen ja unsere antimilitaristische Arbeit auch mit der Forderung nach einem Gesetz, das Unternehmen zur Ausbildung zwingt, damit Jugendliche eben nicht auf die Bundeswehr als letzte Rettung angewiesen sind.

Mit welchen Aktionsformen wollen Sie der Nachwuchswerbung der Bundeswehr entgegentreten?
Wir haben die Erfahrung gemacht, daß die Bundeswehr auf Proteste empfindlich reagiert. Schließlich will sie sich als normaler Arbeitgeber präsentieren und den schmutzigen Krieg in Afghanistan lieber verschweigen. Deshalb wollen wir in den kommenden Monaten zahlreiche Protestaktionen gegen die Bundeswehr auf Jobmessen und öffentlichen Plätzen durchführen. Mit kreativen Aktionen, einem antimilitaristischen CD-Sampler, einer Konzertreihe und Info-Veranstaltungen wollen wir der Bundeswehr diese Werbetour vermiesen.

Quelle: jungeWelt

Brief an die deutsche Linke

Das Neue Deutschland veröffentlichte am Wochenende einen offenen Brief des israelischen Menschenrechtsanwaltes Yossi Wolfson an die deutsche Linke:

(…) Als Linker hat man es in Israel nicht immer einfach. Natürlich, die Juden unter uns (und vor allem die mit europäischem Hintergrund) genießen viele Privilegien, und man kann die Risiken, die wir eingehen, nicht mit dem Preis vergleichen, den palästinensische Linke zahlen. Und trotzdem wurden auch von uns schon viele wegen ihrer politischen Aktivitäten von den Sicherheitskräften festgenommen, verprügelt, verhört und gedemütigt. Die Einschränkungen der Rede- und Demonstrationsfreiheit sind systematischer Art, und immer häufiger tragen viele meiner Freundinnen und Freunde Narben davon, die ihnen durch die Geschosse israelischer Soldaten zugefügt wurden.

Ich wußte aber immer, daß die internationale Linke solidarisch hinter uns steht. Ich wußte immer, daß ich von linken internationalen Bewegungen nicht nur Zustimmung und moralische Unterstützung erwarten kann, sondern ganz reale Unterstützung. Die israelische Regierung reagiert sehr empfindlich auf die internationale öffentliche Meinung. Der Staat Israel ist abhängig von der politischen und wirtschaftlichen Hilfe vieler Staaten, und ich wußte, wenn meine Freunde und ich angegriffen werden, muß das israelische Außenministerium mit ernsten Nachfragen rechnen. Ich wußte, wenn die europäischen Regierungen und die der USA von Israel keine Zurückhaltung fordern, müssen sie in ihren Ländern mit Demos und Protesten von meinen linken Freunden rechnen. Diese Sicherheit und dieses Vertrauen in die internationale Solidarität hat mir immer Stärke und Hoffnung gegeben.

Wenn ihr Euch die Mühe gegeben habt, bis hierhin zu lesen, wird Euch der Schock, den ich bei meinem letzten Deutschland-Besuch erlebte, nicht überraschen. Da wurde mir nämlich klar, daß es in der deutschen Linken eine lautstarke Gruppe gibt, die die Solidarität mit meinem Kampf als antisemitisch bezeichnet und mich selber als einen mit Selbsthaß infizierten Juden. (...) Während ich gegen das militärische Vorgehen der israelischen Regierung demonstriere, wird diese nicht nur von den Herrschenden in Westeuropa und den USA unterstützt, sondern auch von Demonstranten in Westeuropa, die sich als Nachfolger von Karl Marx verstehen. (…)

Es ist möglich, eine offene Debatte über die Politik im Nahen Osten zu führen. Das sollte aber nicht bedeuten, daß die Grundannahmen von Internationalismus und der Ablehnung von Kolonialismus und Unterdrückung aufgegeben werden. Man kann durchaus auch mit Leuten diskutieren, die diese Grundannahmen nicht teilen, aber man muß wissen, daß sie nicht zu trennen sind von einer linken Identität. Und wer sie fallen läßt, kann von sich nicht beanspruchen, ein Teil der Linken zu sein.

So kann man in der linken Bewegung und in der Linken mit Gruppen wie BAK Shalom über deren Agenda diskutieren, aber dabei darf die Tatsache nicht verschleiert werden, daß es eine rechte Agenda ist. Und eine Gruppe mit einer solchen Agenda kann auf keinen Fall integraler Teil einer Partei sein, die sich den anspruchsvollen Namen Die Linke gegeben hat.

Yossi Wolfsons Brief erscheint im Januar ungekürzt in dem von Sophia Deeg und Hermann Dierkes herausgegeben Sammelband »Bedingungslos für Israel?«, Neuer ISP Verlag.

Quelle: http://www.jungewelt.de/2009/12-21/040.php

Razzien und Verhaftungen in Spanien

In der Nacht vom 23. Nov. 09 auf den 24. Nov. 09 führen 650 Beamte der Policia National und der Guardia Civil einen Monster-Repressions schlag gegen die baskische Jugendbewegung aus. 35 Jugendliche wurden verhaftet, 92 Räumlichkeiten wie private Wohnungen, Herriko Tabenas (linke Bars und Restaurants) , Jugendtreffs, Büros etc. wurden durchsucht und diverses Material beschlagnahmt.

Den Verhafteten wird vorgeworfen Mitglieder der Jugendorganisation SEGI zu sein. Da davon ausgegangen werden muss, dass die Spanische Nationalpolizei und vor allem die postfaschistische Militärpolizei Guardia Civil Folterverhöre durchführt, um so weitere Personen festnehmen zu können, sind momentan hunderte Jugendliche untergetaucht.

Die Jugendbewegung steht immer wieder im Kreuzfeuer der Repression. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn trotz Jahrzehnten des Faschismus, Imperialismus, Kapitalismus und dem daraus resultierenden Polizeiterror mit Verfolgung und Folter ist es immer wieder eine neue Generation, die ihren Kopf hebt, um für Befreiung und Sozialismus zu kämpfen. Der Repressionsschlag zeigt auch die wahnsinnige Angst vor einer revolutionären Kontinuität, welche die Klassenjustiz bis heute nicht zu durchbrechen vermochte.

Wir verurteilen den Repressionsschlag aufs schärfste und solidarisieren uns mit allen Betroffenen, deren Familien und Freunde!

Wir wünschen unseren baskischen Genossinnen und Genossen viel Kraft, Glück und alles Gute. Egal was sie taten oder noch tun werden, der Kampf geht weiter!
BORROKA DA BIDE BAKARRA!
Der Kampf geht weiter!
SOZIALISMOA ETA INDEPENDENZIA!
Für Unabhängikeit und Sozialismus!

Solidarität mit unseren Genossinnen und Genossen der baskischen Jugendbewegung

Solidarische Grüsse

Revolutionärer Aufbau Schweiz RAS
Rote Hilfe International RHI

Folgende Organisationen schliessen sich dieser Erklärung an:

Revolutionäre Jugend Zürich RJZ
Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB)
Revolutionäre Perspektive Berlin
Sozialrevolutionä rer Block Gießen
Antifaschistische Linke Freiburg(ALFR)
Komitee gegen §129 (Stuttgart)
Netzwerk "Freiheit für alle politischen Gefangenen" Hamburg und Magdeburg
Wolfgang Hänisch, Stuttgart
Sozialistische deutsche Arbeiterjugend München

Skandal! Nazi-Aufmarsch am 14.11.2009 trotz verfassungsfeindlicher Inhalte erlaubt!

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat trotz klar Verfassungsfeindlicher Inhalte und Verhöhnung der Opfer des NS-Regimes den Nazi-Aufmarsch in München, am 14.11.2009 erlaubt. So wörtlich aus dem Urteil: "Danach sind die Bürger grundsätzlich frei, auch grundlegende Wertungen der Verfassung in Frage zu stellen.". Weiterhin sieht der BVGH keine Verletzung der Würde der Opfer des 3. Reiches durch die Ehrung aller gefallenen Nazi-Soldaten als Helden. Der BVGH ist sogar der Auffassung, dass "[...] die angemeldete Versammlung sich an die
Heldengedenkfeiern des nationalsozialistischen Regimes anlehnt.". Die Richter genehmigen also eine Veranstaltung, die mit Veranstaltungen der Hitler Diktatur gleichzusetzen ist. Dieses Urteil zeigt mal wieder, wie stark faschistisches Gedankengut immernoch akzeptiert ist, wärend linke Meinungen von den Gerichten verboten werden.

Offizielle Presseerklärung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.

Am Samstag, den 14.11.2009 auf die Straße! Gegen Faschismus und Ausländerhass!

Kein Fuß breit den Nazis! Nicht in München, nirgends!

SDAJ München solidarisiert sich mit den Kämpfen der lernenden Jugend in München

München, den 06.11.2009

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Genossinnen und Genossen,


die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend München begrüßt die Besetzung der Akademie der bildenden Künste und wünscht euch Studierenden, SchülerInnen und Auszubildenden viel Kraft und Durchhaltevermögen für die kommenden, gemeinsamen Kämpfe.
Das Bildungssystem in der EU ist den gleichen Tendenzen des Bolognaprozesses unterworfen.
Die Imperialisten in der EU fordern einen liberalisierten und flexibilisierten Arbeitsmarkt und diesen Forderungen soll sich die lernende und arbeitende Jugend in Europa unterwerfen.

Die Vereinheitlichung der Universitäten und ihre Unterordnung unter wirtschaftliche Interessen dienen der schnelleren und besseren Verwertung der Studierenden als Arbeitskräfte und dem Vorantreiben der Wissenschaften allein im Interesse der Profitlogik der Großkonzerne.
Schon in den Schulen dieses Landes beginnt die Selektierung der Kinder in zukünftige billige Arbeitskräfte und kommendes Führungspersonal.

Die Studierenden und SchülerInnen wollen aber selber entscheiden was und wie sie lernen. Dieses Recht, das Recht die Welt zu erkennen, wollen sie sich nicht streitig machen lassen und dafür haben sie unsere volle Solidarität.

Es kommt jetzt vor allem darauf an, sich mit anderen fortschrittlichen Bewegungen zu verbinden und die Kämpfe zu vernetzen. Deshalb erklären wir uns ebenfalls solidarisch mit dem streikenden Reinigungspersonal und den Kämpfen der Auszubildenden für bessere Ausbildungsbedingungen.

In Deutschland haben Bildungsproteste an Relevanz zugenommen, und die Themen sind überall die gleichen. Doch nicht nur hier, in der EU und besonders in Österreich, nimmt der Widerstand gegen die Ökonomisierung der Bildung zu.

Am 17. November geht der bundesweite Bildungsstreik in die dritte Runde und wir sehen die gestrige Besetzung in München als Auftakt für einen heißen Herbst in ganz Deutschland.

Wir wünschen euch viel Erfolg für den Kampf. Ihr könnt auf unsere Unterstützung zählen!

Für das Recht auf freie Bildung!
Weg mit dem Bachelor-Master-System!
Weg mit dem 3-gliedrigen Schulsystem - Eine Schule für Alle!
Studiengebühren verbieten!

Hoch die internationale Solidarität!

Die Uni brennt - jetzt auch in München

Gestern Nachmittag, den 5. November, wurde in München die Akademie der bildenden Künste besetzt.
Mehr als 200 Studierende, SchülerInnen und vereinzelte Auszubildende besetzten die Räumlichkeiten nach einer Solidaritätskundgebung für die österreichischen Unibesetzer.

Die Forderungen der BesetzerInnen sind weitgehend:
Nicht nur die Abschaffung der Studiengebühren wird verlangt, sondern auch die Auflösung des 3-gliedrigen Schulsystems und Bildungsgerechtigkeit für Alle.
Am frühen Abend wurde mit einer Spontandemo durch die Innenstadt diesen Forderungen Nachdruck verliehen.
In der Nacht wuchs die Zahl der BesetzerInnen auf mehr als 400 Leute an, da sich die Nachricht der ersten Unibesetzung in München seit 20 Jahren wie ein Lauffeuer verbreitet hat.
Interessant ist, dass die Leiter der Kunsthandwerkstätten in der Akademie der bildenden Künste ebenfalls in Streik getreten sind und ihre Werkstätten aus Solidarität bis auf weiteres geschlossen haben. Auch viele Professoren zeigten sich solidarisch, machten von ihrem Hausrecht Gebrauch und verweigerten der Polizei den Einlass in die Universität.
Momentan werden in vielen Arbeitsgruppen und Plenas die konkreten Forderungen der SchülerInnen und Studierenden diskutiert.

Die Uni brennt...

... auch in München?! Ja die Uni "brennt" jetzt nicht nur in Osterreich sondern auch in München, gemeint ist hiermit, dass die Uni besetzt ist. Etwa 200 Studierende haben gestern Nachmittag die "Akademie der bildenden Künste" spontan besetzt. Nach dem Abschluss einer Solidaritätsbekundung mit Österreich stürmten sie die Uni. Die Besetzer fordern nicht nur die Abschaffung der Studiengebühren, sondern auch ein gerechteres Bildungssystem für alle.

Gegen 19:00 Uhr startete dann eine Spontandemo der Studenten, die durch die Stadt zog und lautstark "Bildung für alle und zwar umsonst." skandierte.

Später gab es in der Uni freie Vorträge und Diskussionsrunden, sowie eine Party. In den nächsten Tagen soll es freie Vorträge geben zu denen jeder Mensch erscheinen kann.

Deshalb und um die besetzte Uni zu verteidigen rufen wir alle, nicht nur Studierende, sondern auch SchülerInnen, Azubis und alle anderen dazu auf zur besetzten Uni zu kommen und dort an den Diskussionsrunden teilzunehmen.

KOMMT ALSO ALLE ZUR "Akademie der bildenden Künste" IN DER AKADEMIESTRASSE 2.

Solidarität mit den politische Gefangenen in Kolumbien

Unter diesem Motto veranstalteten unter anderem die SDAJ München gemeinsam mit dem Münchener Bündnis gegen Krieg und Rassismus, dem Ökumenischen Büro, der DKP München und anderen fortschrittlichen Gruppen ein Diskussionstreffen mit zwei kolumbianischen Genossen.
Einem Strafverteidiger politischer Gefangener und einem Genossen der KP Kolumbiens, der selbst bis Mai 2009 als aktiver Gewerkschafter im Knast saß.
Mehr als 50 Leute waren gekommen um die beiden anzuhören, mit ihnen zu diskutieren und ihre Solidarität zu zeigen.
Als zeichen unserer Solidarität und Freundschaft schenkten wir den beiden am Abschluss der Veranstaltung eine SDAJ-Fahne, die sie dem Kommunistischen Jugendverband JuCo in Bogota übergeben werden.

Freiheit für alle 7500 politischen Gefangenen in Kolumbien und überall auf der Welt!
Hoch die internationale Solidarität!

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